Nun werde ich jedoch in die Stadtmitte
von Zürich ziehen, in die Nähe einer stark befahrenen
Strasse. Die Katzen können über eine Katzenleiter
vom ersten Stock hinunter in ein Gärtchen und überhaupt
in ein ruhiges Wohngebiet von Hinterhöfen - wenn sie sich
nach links, und nicht nach rechts halten, wo ca. 30 m weiter
diese Strasse ist.
Dürfte ich Sie fragen, ob
Sie irgendeine Möglichkeit wissen, den Katzen die Gefährlichkeit
der verkehrsreichen Strasse klarzumachen?
Anwort
Mir ist keine Methode bekannt, wie
man Katzen vom Strassenüberqueren abhalten kann. Wenn ihre
Katzen bis jetzt noch nie eine stark befahrene Strasse erlebt
haben, ist es möglich, dass sie das sowieso schon gfürchig
genug finden und sich fernhalten.
Nach meiner Erfahrung wirkt eine
stark befahrene Strasse wie eine Barriere und Katzen in solcher
Umgebung werden häufig nachts überfahren, wenn der
Verkehr gering ist und der Barriereneffekt weg ist. Ausserdem
werden Katzen vor allem dann überfahren, wenn sie auf der
vom Zuhause entfernten Seite erschrecken und kopflos nach hause
flüchten.
Die Frage ist wohl, hat es ennet
dieser grossen Strasse ein attraktiveres Gebiet als auf ihrer
Seite oder hat es auf ihrer Seite sehr viele Katzen, so dass
die ihren weiter weg ausweichen müssten. Hinterhöfe
und Gärtchen sind sicher attraktiv, weil sie eine gute Deckung
bieten.
Schauen Sie die neue Umgebung mal
mit Katzenaugen an: Wimmelt es von Katzen? Hat es Hunde, die
sich in den Hinterhöfen aufhalten könnten. Hat es jenseits
der grossen Strasse etwas, dass Katzen mehr anziehen könnte?
Ist von morgens bis abends ein konstanter Autofluss auf der Strasse?
Dann könnten Sie auch eine Katzentür
machen, die sich Einweg-verschliessen lässt (Katzen können
abends/morgens nur rein, aber nicht mehr raus), und dann lassen
sie die Katzen nur tagsüber oder nur nachts raus (je nach
Resultat ihrer Beobachtungen). Das Zuhausesein sollte dann auch
möglichst attraktiv sein (Futter verstecken, Spielen, schöne
Liegeplätze). Versehen Sie ihre Katzen auch mit einer Adresse
oder einem Mikrochip, damit man weiss, zu wem sie gehören,
wenn etwas passiert.
Danach kann man wohl nur noch hoffen...
Marianne Furler
