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Abklärung und Therapie von verhaltensauffälligen Haustieren
 
 
 
 
 
Katzen in Strassennähe

Meine beiden Katzen sind zweieinhalb Jahre alt, von Geburt an Freigänger, beide kastriert (ein Männchen und ein Weibchen), machten vor sechs Monaten einen Umzug und sind bisher kaum an Strassen gewöhnt.

Nun werde ich jedoch in die Stadtmitte von Zürich ziehen, in die Nähe einer stark befahrenen Strasse. Die Katzen können über eine Katzenleiter vom ersten Stock hinunter in ein Gärtchen und überhaupt in ein ruhiges Wohngebiet von Hinterhöfen - wenn sie sich nach links, und nicht nach rechts halten, wo ca. 30 m weiter diese Strasse ist.

Dürfte ich Sie fragen, ob Sie irgendeine Möglichkeit wissen, den Katzen die Gefährlichkeit der verkehrsreichen Strasse klarzumachen?

Anwort

Mir ist keine Methode bekannt, wie man Katzen vom Strassenüberqueren abhalten kann. Wenn ihre Katzen bis jetzt noch nie eine stark befahrene Strasse erlebt haben, ist es möglich, dass sie das sowieso schon gfürchig genug finden und sich fernhalten.

Nach meiner Erfahrung wirkt eine stark befahrene Strasse wie eine Barriere und Katzen in solcher Umgebung werden häufig nachts überfahren, wenn der Verkehr gering ist und der Barriereneffekt weg ist. Ausserdem werden Katzen vor allem dann überfahren, wenn sie auf der vom Zuhause entfernten Seite erschrecken und kopflos nach hause flüchten.

Die Frage ist wohl, hat es ennet dieser grossen Strasse ein attraktiveres Gebiet als auf ihrer Seite oder hat es auf ihrer Seite sehr viele Katzen, so dass die ihren weiter weg ausweichen müssten. Hinterhöfe und Gärtchen sind sicher attraktiv, weil sie eine gute Deckung bieten.

Schauen Sie die neue Umgebung mal mit Katzenaugen an: Wimmelt es von Katzen? Hat es Hunde, die sich in den Hinterhöfen aufhalten könnten. Hat es jenseits der grossen Strasse etwas, dass Katzen mehr anziehen könnte? Ist von morgens bis abends ein konstanter Autofluss auf der Strasse?

Dann könnten Sie auch eine Katzentür machen, die sich Einweg-verschliessen lässt (Katzen können abends/morgens nur rein, aber nicht mehr raus), und dann lassen sie die Katzen nur tagsüber oder nur nachts raus (je nach Resultat ihrer Beobachtungen). Das Zuhausesein sollte dann auch möglichst attraktiv sein (Futter verstecken, Spielen, schöne Liegeplätze). Versehen Sie ihre Katzen auch mit einer Adresse oder einem Mikrochip, damit man weiss, zu wem sie gehören, wenn etwas passiert.
Danach kann man wohl nur noch hoffen...

Marianne Furler

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Dr. med. vet. Marianne Furler - Gstalderstrasse 47 - 8607 Aathal - E-Mail